VITA
Holzapfel, Carl-Wolfgang
geb. 10.04.1944 in Bad Landeck, Schlesien
Beruf:
Bankkaufmann (i.R.),
Familie: verh., 4 Kinder
Wuchs im geteilten Berlin (West) auf. Prägung durch den Widerstand der Frauen und Männer des 20. Juli 1944 und den Ungarn-Aufstand 1956.
1961 – 1989
aktiver Kämpfer gegen die Berliner Mauer (Hungerstreiks, Demos,
Fluchthilfe/Tunnelbau)
1962 – 1963 Leiter der Ausstellung Es geschah an der Mauer in der
Bernauer Strasse (spätere „Arbeitsgemeinschaft 13.August e.V. / Dr. Rainer
Hildebrandt).
1965 Verhaftung am Checkpoint Charlie nach Demonstration für die Freilassung
politischer Gefangener in der DDR,
1966 verurteilt in Ost-Berlin zu acht Jahren Zuchthaus. Nach intensiven
Bemühungen aller Parteien im Berliner Parlament Freikauf im Oktober d. J. durch
die Bundesregierung.
13. August 1989 letzte Demo (im Zusammenhang Mauer/DDR) am Checkpoint
Charlie („Lebendige Brücke“) und
im August 1990 Hungerstreik gegen DDR-Justizminister Prof. Wünsche
(bereits Justizminister unter Walter Ulbricht und Erich Honecker), Ergebnis:
Rücktritt von Minister Wünsche!
1990/91 Mitwirkung an Gründung und Aufbau der Hilfsorganisation für die
Opfer politischer Gewalt in Europa, HELP e.V. in Berlin und deren Präsident
bis 1993.
20. – 29. Juni 2005
Hungerstreik vor dem ehem. Haus der Ministerien (heute
Bundesfinanzministerium) aus Protest gegen die Entfernung der drei nahezu
haushohen Foto-Tafeln an der Fassade des Ministeriums. Vor diesem Haus wurde der
Generalstreik für den 17. Juni 1953 beschlossen, woran die Tafeln
erinnerten. Sie waren auf Veranlassung des seinerzeitigen
Bundesfinanzministers Hans Eichel (SPD) entfernt worden. Im Ergebnis wurden nahe
des dortigen in den Boden eingelassenen Denkmals vier kleine
Dokumentationstafeln installiert. Eine weitere Tafel nahe der Straße trägt den
Schriftzug 17. Juni 1953.
Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.:
1963 Mitglied,
1965 Vorstandsmitglied,
1998 2. Vorsitzender,
2002 Vorsitzender nach dem Tod des jahrzehntelangen Vorsitzenden
Manfred Plöckinger
Parteizugehörigkeiten:
1963 – 1970 CDU Berlin,
1969 – 1971 Freundeskreise der CSU (Präsident der
Bundesdelegiertenversammlung),
1974 Mitwirkung an Gründung und Aufbau der „Aktionsgemeinschaft Vierte
Partei“ (Stuttgart/Killesberg – Kandidat zum Deutschen Bundestag),
1980 – 1982 FDP Bayern (Kandidat Gemeinderat),
1989 – 1990 Die Republikaner, Kreisverband Fürstenfeldbruck (Pressesprecher,
Fraktionsvorsitzender)
1990 – 1993 Kreisrat im Landkreis Fürstenfeldbruck,
1999 – 2005 CSU, Mitglied im Vorstand des Ortsvereins Weil.
1998 – 2002 Mitglied im Zentralrat kommunistisch Verfolgter in Deutschland (Berlin), der sich 2002 auflöste und der UOKG (Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft) anschloss.
Sonstige Mitgliedschaften:
1963 – 2003
Mitglied in DGB-Gewerkschaft, Mitglied im Personalrat;
Betriebsratsvorsitzender (Bank); Mitarbeitervertretung (Kirche).
1967 – 1970 Vorsitzender Heimatgruppe Breslau in der Landsmannschaft
Schlesien, Berlin.
1992 – 2009 Witikobund in der Sudetendeutschen
Landsmannschaft, München.
Außerdem über
viele Jahre Mitglied in Elternbeiräten und zeitweise deren Vorsitzender
(Kindergarten und Hauptschule),
Mitglied im (Evang.) Kirchenvorstand,
Mitbegründer Diakonieverein (Evang. Kirche),
Initiator Familie in Not,
Vizepräsident Deutsch-Ukrainische Gesellschaft von 1918
Stand: März 2009