Anerkennung für VOS-Arbeit: Ronald Lässig in wichtige Vorstandsfunktion gewählt
Berlin, 20. Juni 2010/wl – Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der stellvertretende Bundesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) zum stellvertretenden Sprecher des Ausschusses für Grundsatzfragen und Technik (AGT) der Versammlung der Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) gewählt worden.
Mitglieder der VOS äußern sich allerdings verwundert darüber, dass diese Personalie erneut nicht von der VOS publiziert wurde und rätseln über die Gründe. Der ansonsten agile Bundesvorstand nimmt zu fast jedem Vorgang medienwirksam Stellung, ob es um die Beschuldigungen gegen den Metreologen Kachelmann oder um die „innere Reichsparteitag“-Äußerung einer beliebten ZDF-Sportreporterin aus dem WM-Kessel in Südafrika geht. In beiden Fällen hatte die VOS empört Konsequenzen gefordert. In eigener Sache dagegen hält sich der Bundesvorstand wie ihr Pressesprecher zurück. So erfuhren die Mitglieder im vergangenen Herbst durch puren Zufall bzw. durch Publikation auf der Homepage der Vereinigung 17. Juni, dass der bisherige Pressesprecher in einer schriftlichen Abstimmung zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt wurde. Allerdings erkannte das zuständige Registergericht die Wahl wegen Satzungsverstoßes nicht an, und so konnte Ronald Lässig erst auf der Generalversammlung Anfang April 2010 in Berlin ordentlich gewählt werden.
Auch die zwischenzeitliche Kandidatur Ronald Lässigs für die Position des Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt wurde den Mitgliedern der VOS aus unerfindlichen Gründen vorenthalten. Dagegen stehen beispielsweise Publikationen von abgesagten Einladungen prominenter Politiker zu Veranstaltungen der VOS im Vereinsorgan „Freiheitsglocke“
Nun wird gerätselt, ob die Delegierten der Generalversammlung Ronald Lässig auch gewählt hätten, wenn diese von seinen weitergehenden Ambitionen vor der Wahl informiert worden wären. Alle Spekulationen ändern nichts an der Tatsache, dass die nunmehrige Wahl in ein wichtiges Medien-Amt andererseits auch als Anerkennung für die Arbeit im größten Opferverband (mit bundesweit ca. 2.000 Mitgliedern) gewertet werden kann. Auch wenn der Bundesvorstand dies anders zu sehen scheint. Aber vielleicht erfahren die Vorstandskollegen ja auch nur durch Zufall von beachtenswerten Beförderungen ihrer Vorstands-Mitglieder?
Freilich könnte das Verschweigen der Personalie auch ganz profane Gründe haben, denn in Kreisen der sächsischen SPD dürfte diese Beförderung ebenso Stirnrunzeln hervorrufen wie bei dem in Sachsen beheimateten MDR oder einem privaten Rundfunksender in Hessen, bei dem sich Lässig zuvor vergeblich beworben hatte. Für die Sender-Absage wollte er sich dann an seinem VOS-Vorstands-Vorgänger schadlos halten, dem er die Schuld für eine „fristlose Kündigung“ durch den Sender unterstellte und darob 12.000 € Schadenersatz verlangte. Eine Anzeige wegen Betruges wird derzeit durch die Staatsanwaltschaft in Berlin bearbeitet.
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