„Vaterland ist Scheiße“                                                                                            Mutige AntiFa demonstrierte für Toleranz

Berlin, 19. Juli 2010/ts – Und alle, alle kamen sie, aus Neukölln, Kreuzberg, Wedding, vielleicht ja auch aus Tennessee. Immerhin hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit zum „friedlichen Protest gegen weichgespülte Rechte“ aufgefordert. Hintergrund war der Parteitag einer rechten  Gruppierung namens „Pro Deutschland – Pro Berlin“, die sich mittels Urteil des Verwaltungsgerichtes Berlin in eine Räumlichkeit des Rathauses Schöneberg eingeklagt hatte. Ob Klaus Wowereit seinen Aufruf auch gestartet hätte, wenn er um die Klientel gewusst hätte, die da seinem Aufruf folgten, ist leider nicht bekannt.    

 

                                     Foto 1: „Nur Hohlköpfe denken national!“  Von Ernst Thälmann hatten  einige Hohlköpfe wohl noch nie gehört…

 

Immerhin verkündeten zahlreiche Hass-Prediger vor dem Portal des weltberühmten Rathauses ihre Parolen von angeblicher Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die es zu verteidigen gelte, um dann unter dem Gejohle ihrer bunten Anhänger diese eben verkündete Toleranz flugs einzuschränken oder gar außer Kraft zu setzen: „Null Toleranz den Nazis, die sich über Gerichte in ihre Nazi-Veranstaltung eingeklagt haben.“ Rechtsstaat? Fehlanzeige. Gerichte, die anders entscheiden, als es die Linke will, sind demnach wohl abzuschaffen, weil sie nicht dem demokratischen  Bewusstsein entsprechen… Erinnert das nicht an Drittes Reich, an DDR?

Zwar waren die angekündigten 6.000 Teilnehmer der Anti-Nazi-Demo nicht erschienen, auch die in den Abendstunden verkündeten 3.000 Teilnehmer „im Laufe des Tages“ entsprachen  eher der Sehnsucht linker Einpeitscher, als der Realität. Nach Schätzungen von Beobachtern wie der Polizei wurden die eifernden Spontis auf gerade einmal 300 – maximal 400 Personen geschätzt. Das reichte immerhin aus, um ein umfangreiches Polizei-Aufgebot zu provozieren (über 40 Fahrzeuge waren im  Einsatz) und den mutigen Demonstranten  ein  Gefühl der Wichtigkeit und Aufmerksamkeit zu vermitteln. So war dann auch die filmende und schreibende Zunft ausreichend vertreten, um die sporadischen Sitz-Blockaden rings um das Rathaus medial zu begleiten.

 

                                                     Foto 2:        Tom Schreiber (MdA/SPD): „Hier entlang!“

 

Kein Geringerer, als Tom Schreiber (SPD), Mitglied des Abgeordnetenhauses und Mitglied des Verfassungsausschusses, betätigte sich dabei als Wegweiser, um mit Handzeichen den Trupp der Straßen-Lagerer zu dirigieren. Allerdings verließ er vorzeitig das Terrain, nachdem auch die Presse ihre Infos „im Kasten“ hatte. So blieb ihm die Peinlichkeit erspart, die Äußerungen der bis zum bitteren Ende ausharrenden Einpeitscher aus seiner Koalitions- und Veranstaltungs-Truppe anzuhören oder gar kommentieren zu müssen.

Als nämlich die SPD längst ihre Partei-Fahnen eingesammelt und auch die GRÜNEN ihren Sympathie-Stand abgebaut hatten, liefen einige Hass-Prediger zur Höchstform auf. Unter dem Beifall letzter Getreuer (ca. 120 Männlein und Weiblein) schrie ein Vertreter des Naturbundes seine Parolen gegen Nazis, Bürgerliche, das Scheiß-Berlin und vieles mehr ins Mikro. Absoluter Tief.. ähh Höhepunkt: „Vaterland ist Scheiße!“

 

                                    Foto 3:  „Vaterland ist Scheiße!“ So der Einpeitscher der Naturfreunde

 

Danach nahm der wackere „Moderator“ seine Freundin an die Hand und überließ die Örtlichkeit (und das Warten auf die im Rathaus tagenden „Nazis“) dem ausharrenden „Plebs“. Auch hier ein treuer Nachahmer seiner SPD-Genossen.

 

                                   Foto 4: Die Erinnerung an den Freiherrn von Stein am Gebäude des Rathauses, das der Welt als Freiheitssymbol dient, übersahen die Eiferer                                                             geflissentlich

 

                                              Foto 5: „Dem Wecker des Deutschen Gedankens, dem Schöpfer unserer Städteordnung, dem Kämpfer für seines Volkes Freiheit und                                                              Selbstbestimmung.“

 

                                               Foto 6: Ausklang:  Einmal wieder jung sein dürfen und an alte Zeiten denken….

 

Anmerkung: Sollten die Fotos nicht darstellbar sein, bitte http://mauerdemonstrant.wordpress.com/

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