Gegendarstellung: VOS-Bundesvorstand widerspricht                                                                  „Gesamt-Bundesvorstand hat Lässig für Amt vorgeschlagen“

Berlin, 28.04.2010/ts – Der Bundesvorstand der VOS hat der Meldung unserer Vereinigung vom Vortag widersprochen und diese in einem heute um 11:42 Uhr übermittelten Fax als „wiederholte Falschmeldung“ bezeichnet.

Wir fühlen uns verpflichtet, ohne Prüfung des Wahrheitsgehaltes das Schreiben der VOS ungekürzt     wiederzugeben, um dem Recht auf Gegendarstellung zu entsprechen. Die Veröffentlichung erfolgt freiwillig, da der Widerruf nicht den entsprechenden Normen des Presserechtes entspricht:

„Fax vom 28.04.2010, 11:42 Uhr von VOS Berlin:

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter der Überschrift „Kandidatenkarussel“ verbreitet die Vereinigung zum wiederholten Male Falschmeldungen über die VOS.

Falsch ist insbesondere Ihre Behauptung, Herr Lässig habe „seine Bewerbung am Vorstand vorbei       und gegen dessen offizielle Stellungnahme“ eingereicht. Richtig ist, dass unser Gesamt-Bundesvorstand beschlossen hatte, Herrn Lässig für das Amt vorzuschlagen.

Falsch ist daher auch Ihre Behauptung, wonach unser Bundesvorsitzender „ausgesprochen sauer          auf seinen Vize“ sei.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Rink                                    Hugo Diederich                                                                       Bundesvorsitzender                            stellv. Bundesvorsitzender“

Ende Fax-Mitteilung.

 

Der Vorstand teilt dazu mit:

     Den Vorwurf, wir verbreiten „zum wiederholten Male Falschmeldungen über die VOS“ weisen wir entschieden als falsch zurück. Tatsächlich berichtete die Magdeburger Volksstimme am 6.04.2010 unter dem Titel: „Stasi-Beauftragter: Opferverbände im Land wollen Christoph Kochu.a.:  

      „… Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft ( UOKG ) hatte als Dachverband den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und Mitbegründer der SDP aus Brandenburg, Stephan Hilsberg, für dieses Amt ins Gespräch gebracht. Davon distanzierte sich in einer Presseerklärung der Bundes- und Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus und der Gemeinschaft ehemaliger politischer Häftlinge ( VOS ), Johannes Rink.
" Die VOS und die Aufarbeitungsinitiativen in Sachsen-Anhalt schlagen für diese Funktion Christoph Koch vor ", sagte Rink der Volksstimme. Koch sei seit fast 15 Jahren Stellvertreter des Stasi-Landesbeauftragten. " In dieser Tätigkeit und durch seine gute vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Opferverbänden und Aufarbeitungsinitiativen hat er sich deren volles Vertrauen erworben ", so Rink. …“
(Ende Zitat aus der Volksstimme).

     (http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/sachsen_anhalt/?em_cnt=1677422)

      Wir haben das Votum von Johannes Rink bzw. die zitierte Pressemitteilung in der Tat als offizielle Stellungnahme der VOS gewertet und können in der Weitergabe keine „Falschmeldung“ sehen. Die nunmehr behauptete Nominierung von Ronald Lässig durch den Gesamt-Bundesvorstand nehmen wir hiermit zur Kenntnis. Insoweit konnten wir auch hier keine „Falschmeldung“ verbreiten, da wir – wie die Öffentlichkeit - nur über die offizielle Mitteilung des Bundesvorsitzenden unterrichtet waren.

     Der Bundesvorsitzende hat sich gegenüber mehreren Mitgliedern der VOS in einer Form gegen eine Kandidatur von Ronald Lässig als Nachfolger von Gerhard Ruden ausgesprochen, die man gebräuchlich damit umschreiben kann, der Bundesvorsitzende sei „sauer“. Das ist allenfalls eine Frage der Semantik, aber keine Falschmeldung. Wir nehmen zur Kenntnis, dass der Bundesvorsitzende im Gegensatz zu seinen Äußerungen gegenüber Mitgliedern nicht „sauer“ über die Kandidatur Lässigs ist, sondern diese vollinhaltlich unterstützt.

     Zur Person wie zu dessen Qualifikation für dieses wichtige Amt wollen wir uns bewusst nicht äußern und verweisen hier auf die Vorschläge der UOKG und den ursprünglichen Vorschlag von Johannes Rink.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207778