VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V.

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Eklat in Schöneberg: VOS-Vize lässt DDR-Opfer entfernen

      Saalverweis für ehemalige Hoheneckerin und Bautzen-Häftling

 

Teil 1: Berlin, 27.07.2010/cw – Weil sie sich in einen Italiener aus West-Berlin verliebt hatte wurde sie 1973 durch die Stasi verhaftet, 1974 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Ihr späterer Mann starb an den mittelbaren Haftfolgen vor vier Jahren.

Tatjana Sterneberg gilt nicht erst seit dem Bekanntwerden ihres Schicksals als profilierte Kämpferin für die Anliegen der ehemaligen Stasi-DDR-Opfer. In unzähligen Fernsehbeiträgen, Zeitungsartikeln und Rundfunkberichten bezog die ehemalige Insassin des Frauenzuchthauses Hoheneck immer wieder Position gegen das einstige Unrecht und für unsere freiheitliche demokratische Ordnung.

Heute wurde Tatjana Sterneberg auf Veranlassung des stv. Bundesvorsitzenden der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), Ronald Lässig (42) von einer Veranstaltung der SPD im Rathaus Schöneberg des Saales verwiesen. Obskure Begründung: Sie schreibe auf ihrer Homepage gegen den Veranstalter Artikel.

Dazu Sterneberg: „Ich betreibe gar keine eigene Homepage und schon gar nicht habe ich zu irgendeinem Zeitpunkt gegen die Veranstalter, z.B. die AG Schwusos in der SPD, Artikel verfasst.“

 

Neben Sterneberg wurde auch der ehemalige Bautzen-Häftling Carl-Wolfgang Holzapfel auf Betreiben Lässigs von der Veranstaltung ausgeschlossen. Holzapfel war nach einer Demonstration für die Freilassung politischer Gefangener 1966 in Ost-Berlin zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden und saß u.a. in Bautzen ein. Während Sterneberg vor dem Verweis bereits geraume Zeit friedlich im Veranstaltungsraum saß, wurde Holzapfel erst gar nicht in den Saal eingelassen. Begründung: Holzapfel habe früher den Republikanern angehört und sei daher „als Rechter“ unerwünscht.

 

>>>Ausführlicher Bericht folgt<<<

 

Siehe auch:

 

http://www.berliner-mauer.de/presse/2010-07-27/spd-verweis.html

 

http://www.berliner-mauer.de/presse/2010-07-27/spd-verweis.html

 

http://presse.berliner-mauer.de/2010-07-27/einlass-verweigert_2.html

 

 

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17. Juni 1953, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953