Pressemitteilung vom 01.06.2010, 13:25 Uhr

Bildung

Herr Klaus Gronau erhält Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - Ehrenamtliches Engagement als Zeitzeuge gewürdigt

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:
Die Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, Claudia Zinke, hat heute Herrn Klaus Gronau mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. „Ehrenamtlich stehen Sie Schulen, Verbänden sowie interessierten Gruppen zur Verfügung, um mit Vorträgen und Gesprächen die Erinnerung an die Ereignisse des 17. Juni 1953 als Mahnung und Lehre für die Zukunft wach zu halten“, sagte Claudia Zinke in ihrer Laudatio.

Klaus Gronau, Jahrgang 1937, beteiligte sich als 16-jähriger Lehrling an dem Aufstand der Arbeiter in der DDR am 17. Juni 1953. An der Seite seiner Kollegen und Freunde setzte er sich damit für Demokratie und Bürgerrechte gegen das Regime der SED ein. Das Risiko einer Inhaftierung sowie die Gefahren für Leib und Leben nahm er um der Freiheit willen in Kauf. Nur sein damals jugendliches Alter bewahrte ihn offensichtlich davor, wegen Teilnahme an den Protestaktionen verhaftet zu werden.

Klaus Gronaus berufliche Vita zeugt bereits von einem ausgefüllten und abwechslungsreichen Leben. Darüber hinaus gibt es auch noch den politischen Klaus Gronau mit seinem vielfältigen Engagement insbesondere für die Benachteiligten und sein intensives Eintreten wider das Vergessen von Diktatur und Unterdrückung. Seit 1997 ist er Mitglied der CDU, im Ortsverband City-Kurfürstendamm im Kreisverband Charlottenburg - Wilmersdorf war er schon bald Mitglied im Vorstand sowie Kreis- und Landesdelegierter. Er arbeitet aktiv als Bürgerdeputierter im Ausschuss Soziales mit. Zusätzlich war und ist er Mitglied der Senioren-Union der CDU, Seniorenvertreter des Bezirksamtes und Mitglied im Freundeskreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.
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Klaus Gronau tritt immer wieder auch als Zeitzeuge für die Stiftung „Aufarbeitung der DDR-Diktatur“ in Marienfelde und der Stiftung „Erinnerungsstätte Bernauer Straße“ auf.                    ….

„Auf vielfältige Weise stehen Sie den Menschen zur Seite, die nach der Wende 1989 allzu oft an den Rand der Geschichte gedrängt wurden und bis heute keine ausreichende Unterstützung durch unsere Gesellschaft erfahren. Sie gelten als ein Mann, der sich zwar nie in die erste Reihe gedrängt hat, sich aber über all die Jahre mit großer Leidenschaft um unsere Demokratie verdient gemacht hat“, so Claudia Zinke.

Rückfragen: Frank Schulenberg, Telefon: 90227-5895

Anmerkung: Vorstehende PE der Senatsverwaltung wurde hier unwesentlich korrigiert zur Kenntnis gebracht, soweit sachliche Fehler enthalten waren. Homepage Vereinigung (AK) 17.Juni 1953