Deutsche Oper Berlin: Gedenken an Opfer eines Stasi-Agenten      Opfer der DDR-Diktatur gedachten am Todestag Benno Ohnesorgs

 "Dem Opfer eines Stasi-Agenten“: Die Vereinigung 17. Juni erinnerte mit einer Kranzniederlegung am Denkmal für den am 2. Juni 1967 durch einen Stasi-Agenten getöteten Studenten Benno Ohnesorg vor der Deutschen  Oper in der Berliner Bismarckstraße. Foto: mauerdemonstrant (Das Foto konnte leider aus technischen Gründen nicht dargestellt werden, wir bitten um Verständnis.)

 

Berlin, 2. Juni 2010/md – Am Denkmal vor der Deutschen Oper in der Berliner Bismarckstraße erinnerten heute am späten Nachmittag Opfer der SED-DDR-Diktatur mit einer Schweigeminute an die Tötung des Studenten Benno Ohnesorg durch einen Beamten der Westberliner Polizei vor 43 Jahren. Erst im letzten Jahr entdeckte ein Mitarbeiter der BStU Akten, die eindeutig belegten, dass der Todesschütze Karl-Heinz Kurras (83) zum Zeitpunkt des Tötungsdeliktes langjähriger Agent des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR und Mitglied der SED war.

Die Vereinigung 17. Juni 1953 hatte zuvor einen Kranz am Denkmal niedergelegt, zahlreiche Berliner legten im  Laufe des Abends zusätzlich Blumen nieder.

Am Vortag hatte der Vorstand bei der Generalstaatsanwaltschaft den aktuellen Stand der Ermittlungen erfragt, nachdem der Verein vor einem Jahr nach Bekanntwerden der Agenten-Tätigkeit des Kurras einen Mord im  Auftrag der Stasi nicht ausschließen wollte und entsprechend Anzeige erstattet hatte. Laut Oberstaatsanwalt Feuerberg wird nach wie vor in der Causa „Kurras-Ohnesorg“ intensiv ermittelt. Ein Ergebnis sei derzeit zeitlich und inhaltlich nicht absehbar.

 

 

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207778