Meckerer und Querulanten                                                                         Dreiste Manipulation oder gar kriminelle Energie?

            Berlin, 02.03.2010/cw - In der jüngsten Ausgabe der Verbands-Zeitung (Februar 2010) einer DDR-Opfer-Organisation verkündet ein Vorstandsmitglied namens des Bundesvorstandes höchst Erfreuliches:

            Unter der Überschrift: „Der Bundesvorstand meldet: Verbands-Buchführung ist weiter in Ordnung –  Gemeinnützigkeit bleibt erhalten“ wird den Mitgliedern folgende Information vermittelt:

            „Das Finanzamt für Körperschaften Berlin hat mit Datum vom 10.02.2010 die Gemeinnützigkeit (des Verbandes) ohne Auflagen bis zum 31.12.2012 bescheinigt. Zugrunde lagen die G+V-Rechnungen der Jahre 2006-2008.“ Es folgt der Name eines stv. Vorsitzenden.

            „Tärää – Tärää – Tärää“. Man hört buchstäblich die Fanfaren, die den Mitgliedern und Delegierten vor der bevorstehenden Jahresversammlung die Botschaft vermitteln soll: Seht her, wie wir (der Vorstand) arbeiten. Vergesst die böswilligen Unterstellungen und Anmerkungen ewiger Meckerer und notorischer Querulanten. Bei uns ist bis hin zur Buchführung alles in Ordnung. Sogar die Gemeinnützigkeit wurde verlängert. Wenn das nicht Ausweis genug ist?

            Pech nur, dass die Gemeinnützigkeit auch am 1. März 2010 noch nicht beschieden und man im zuständigen Finanzamt für Körperschaften alles andere als amüsiert über die voreilige Tatarenmeldung des Verbandes war.

Da drängt sich doch die Frage geradezu auf: Handelt es sich hier um eine dreiste Manipulation der Mitglieder und Delegierten vor den anstehenden Vorstandswahlen, denen Tatsachen vermittelt werden sollen, die gar keine sind? Oder handelt es sich gar um die vielfach in der Vergangenheit von Kritikern ins Spiel gebrachte kriminelle Energie eines oder einiger Amtsinhaber und möglicher Wahl-Kandidaten im Verband, die durch derartige Vorab-Meldungen möglichen unangenehmen Fragen auf der Jahresversammlung vorbeugen wollen, weil man dadurch einiges „unterschaufeln“ könnte?

            Derlei Fragen sind keineswegs böswillige Unterstellungen oder gar Einfälle notorischer Querulanten. Sie sind nicht nur berechtigt und zulässig, sie ergeben sich zwingend aus den Handlungen des Vorstandes, wie der unverantwortlichen Verbreitung derartiger Meldungen, die jeder rechtlichen und tatsächlichen Substanz entbehren. An dieser Stelle herzlichen Dank den „Meckerern“ und „Querulanten“, die diese Handlungen in Sorge um den Verband aufdecken und sich zu Wort melden. Dabei riskieren sie schlimmstenfalls den Ausschluss oder Verleumdungen in zersetzerischer Stasi-Manier. Aber das nehmen diese Querulanten für den Verband und ihre Kameraden gerne in Kauf, die denen „da oben“ nahezu blind vertrauen. War man doch einst in der DDR für geringere Übel von Staats-Verbrechern zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt worden.

V.i.S.d.P.: Carl-Wolfgang Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953